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Stand: 04.07.2016

Pressemitteilung

Lesewelten

Gelungener Start für die Lesewelten in Isny

GruppenbildVertreterinnen und Vertreter beteiligter Einrichtungen aus Isny sowie die ehrenamtlichen Vorleser Rüdiger Krause, Rosemarie Rübsam und Klaus Hauck (vorne, von rechts) freuen sich mit Ramona Wiest (vorne links), Projektleitung der Stiftung Kinderchancen Allgäu, über den erfolgreichen Start der Lesewelten in Isny. KiChAll

Bücher eröffnen Welten. "Wir wissen, dass für die Entwicklung von Sprache vor allem Vorlesen und Erzählen eine wichtige Rolle spielen", sagt Ramona Wiest, Projektleitung der Stiftung Kinderchancen Allgäu. Aktuelle Studien belegen, dass jedes dritte Kind in Deutschland wichtige Entwicklungsimpulse durch das Vorlesen erfährt. Bei Kindern frühzeitig die Freude am Lesen und an Büchern zu wecken, ist daher Ziel des Angebots Lesewelten, das die Stiftung seit dem vergangenen Jahr erfolgreich im Allgäu auf- und ausbaut. Allein in und um Isny gibt es bereits zwölf Einrichtungen mit 15 Vorlesegruppen. 20 ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser sind in der Allgäustadt aktiv. "Wir erreichen dadurch in Isny wöchentlich rund 150 Kinder", so Ramona Wiest.

Die in Isny an den Lesewelten Beteiligten sind von dem Projekt sehr angetan und überzeugt. Dies wurde bei einem Treffen mit Vertretern der Einrichtungen und Unterstützern sowie ehrenamtlichen Vorlesern im Isnyer Familienzentrum St. Josef deutlich. "Das breit angelegte Projekt passt sehr gut zu unserer Netzwerkarbeit in Isny und ist toll angelaufen", freute sich Matthias Hellmann, Kinder-, Jugend- und Familienbeauftragter für die Stadt Isny. Er dankte allen Beteiligten für das erfolgreiche Engagement. Die Partner im Netzwerk Familie und in der AG Kinder, Jugend und Familie Isny seien alle von Anfang sehr daran interessiert gewesen, das Projekt Lesewelten voranzutreiben. Dies bestätigte auch Silke Sautter, Kindergartenbeauftragte der katholischen Kirche.

Die Kinder in den beiden Vorlesegruppen im Kinderhaus Spatzennest seien mit Feuereifer dabei, berichtete Einrichtungsleiterin Lisa-Marlene Benzinger. Immer wieder gebe es auch neue Anregungen und Impulse. Die Gruppen, in denen vorgelesen werde, entwickelten eine ganz eigene positive Dynamik, sagte auch Beate Meyer, Leiterin des evangelischen Nikolaikinderhauses. Dass es Kindern und Vorlesern Freude mache, sei nicht zu übersehen. "Die Lesewelten sind für uns ganz wichtig", betonte Brigitte Pawelka, Leiterin des Familienzentrums St. Josef. Zahlreiche Familien mit Migrationshintergrund kämen in die Einrichtung. Das Vorleseangebot ermögliche niederschwellig den Kontakt zur deutschen Sprache. Die Lesewelten seien daher ein sehr wichtiger Baustein in Sachen Sprachförderung, bestätigte Anette Steybe, Fachkraft für Sprachbildung im Familienzentrum St. Josef. Auch die Rückmeldungen der Eltern zu den Vorlesestunden seien durchweg positiv, so Sabine Kolb, Leiterin Kindergarten und Schülerhort "Fürstin Monika" in Neutrauchburg. Die Zusammenarbeit mit der Stiftung Kinderchancen Allgäu bewähre sich bestens.

"Die Kinder freuen sich jedes Mal - und ich auch", sagte Vorleserin Rosemarie Rübsam. Jede Woche liest sie Kindern im Kindergarten und der Grundschule Beuren vor und hat deren Zuspruch und Vertrauen gewonnen. Gerne als ehrenamtliche Vorleser engagieren sich auch Klaus Hauck und Rüdiger Krause, die beide im Familienzentrum St. Josef vorlesen. Das Vorlesen stärke bei den Kindern den Gefühlwert und die Liebe zum Buch. Der Weg zum Wort werde von den Kindern beim Vorlesen schnell gefunden. Zudem würden Konzentration und Sprachkompetenz gefördert, so ihre positiven Erfahrungen. Die Vorleser wählen selbst aus, was vorgelesen wird. Bücherkisten und Empfehlungen dazu gibt es von der Stiftung. "Wir sind noch auf der Suche nach Vorleserinnen und Vorlesern für drei weitere Einrichtungen im Raum Isny", berichtete Ramona Wiest. Interessierte würden von der Stiftung für ihre Vorlese-Aufgabe in Seminaren geschult. Darüber hinaus gebe es über das Jahr verteilt Feedback-Gespräche und Austauschtreffen mit allen Beteiligten sowie themenorientierte Aufbauseminare.     

Die Lesewelten Allgäu finden neben Isny auch in Leutkirch und Bad Wurzach mit den jeweiligen Teilgemeinden statt. Insgesamt beteiligen sich mittlerweile 34 Einrichtungen. Über 50 ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser lesen im Allgäu wöchentlich rund 400 Kindern vor. Das Vorlese-Angebot steht allen Einrichtungen offen und ist kostenlos.

 

INFO: Wer sich als Vorleserin oder Vorleser vor Ort in den Einrichtungen engagieren und Kindern die Freude am Lesen weitergeben möchte, kann sich bei der Stiftung Kinderchancen Allgäu melden: Ramona Wiest, Telefon 07561 906613, wiest.r@caritas-bodensee-oberschwaben.de, www.stiftung-kinderchancen-allgaeu.de.